Aktuelle Entwicklungen vor Ort

Winter 2021/2022

Der Schulalltag ist weiterhin stark geprägt von der Corona-Krise. Seit Anfang September ist die Primarschule wieder offen, seit dem 1. November auch die Sekundarschule. Das Bildungsministerium hat aber in unseren Schulen die maximale Klassengrösse von 35 auf 20 Schülerinnen und Schüler reduziert. Deshalb müssen 14 zusätzliche Stellen geschaffen werden. Nach der langen Abwesenheit und Homeschooling-Phase besteht die Herausforderung nun darin, alle Schülerinnen und Schüler wieder an einen geordneten Tagesablauf und Lernrhythmus zu gewöhnen. Zudem muss der Schulstoff, den die Schülerinnen in der Pandemie verpasst haben, aufgeholt werden.

Das Hybrid Schooling Projekt, welches das digitale Lernen an der Schule einführt, entwickelt sich weiter. Es werden Testlektionen durchgeführt bei denen die LehrerInnen die neuen Unterrichtsformen mit Beamer und Tablets vor Ort in Schulstunden testen. In einem nächsten Schritt wird dann das Remote Learning getestet, bei dem die SchülerInnen zu Hause sind und über das Internet unterrichtet werden. Dies im Hinblick darauf, falls es einen weiteren Lockdown gibt. Zudem können die elektronischen Hilfsmittel auch im regulären Schulalltag eingebunden werden. So können in Zukunft Lernvideos, elektronische Quizzes und Self-Learning im Unterricht eingebaut werden. Für die SchülerInnen stehen einfache Tablet-Computer zur Verfügung.

Die allgemeine Corona-Lage in Indien hat sich zum Glück nach einem Höchststand im April merklich verbessert. Die Kurve der täglichen Neu-Infektionen flacht ab und die Zahl der Todesfälle befindet sich im Rückgang. Trotz der positiven Entwicklung hat Indien nach den USA die zweithöchste Anzahl Infizierte und die dritthöchste Anzahl Todesfälle weltweit. Es wird zudem geschätzt, dass die Dunkelziffer an Infektionen weitaus höher liegt als offiziell ausgewiesen, da viele Fälle nicht erfasst werden.
Das nationale Impfprogramm schreitet voran und die Zahlen sind gewaltig. So wurden seit Mitte August 650 Millionen Dosen verabreicht. Trotz der hohen Impfanstrengung sind nur 28% der Bevölkerung bereits zwei Mal geimpft, was nicht für eine flächendeckende Herdenimmunität reicht.

Um etwas gegen die wachsenden Umweltprobleme in der Region zu unternehmen, hat das Executive Committee des Shanthimalai Trusts den Schutz der Umwelt als eigenständiges Programm aufgenommen. In Zukunft möchte der Trust Projekte entwickeln und aufgleisen, die den dringend benötigten Schutz der Umwelt in der Region vorantreiben. Grosser Bedarf besteht in den Bereichen effiziente Nutzung und Aufbereitung von Wasser, Aufforstung, Abfallverwertung und Recycling. Dr. Rajasekar, einer der Trustees, ist in dieser Sache federführend. Er verfügt über breites Know-how und gute Verbindungen, um dieses Programm zu entwickeln.